Meine Schwangerschaft... Teil 1

 

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, euch von Beginn an von meiner Schwangerschaft zu berichten und werde natürlich auch die Sicht des werdenden Vaters mit einbinden. Ich hoffe es bereitet werdende Eltern auf eine Aufregende zeit vor und/ oder erinnert Eltern an diese zeit zurück.

Nun aber genug geredet bzw. geschrieben… los geht’s ;-)

1. Bis 3. Monat

Nun, viele von euch wissen wie Kinder entstehen. Das heißt, ich erspar euch den Teil der eigentlich ziemlich Privat ist und es auch bleiben sollte.  Ohne damit zu rechnen das ich schwanger bin habe ich die Zeit bis zum eigentlichen einsetzten der Menstruation abgewartet und mich eigentlich wie immer verhalten. Nun kommt das, was eigentlich eine Frau nicht gern hat wenn die Menstruation ausbleibt bzw. man sich nicht genau sicher ist, ob man den nun schon hatte oder nicht. So war das anfangs bei mir. Erst dachte ich „naja die Regel verschiebt sich vielleicht durch stress“ den ich ja durch die Arbeit habe. Daraus wurde nur nichts. So langsam stellten sich Gedanken ein von wegen du bist schwanger ohne überhaupt einen Test gemacht zu haben. 5 Tage drüber, also am 25 April, erzählte ich dann meinen Freund von der ausbleibenden Regel. Auch er dachte nicht sofort an eine Schwangerschaft und meinte, dass ich noch ein paar Tage abwarten soll und wenn das nicht der Fall sei, wir einen Test machen. Gesagt getan wir haben abgewartet…

In dieser zeit des abwarten stellte sich schon der häufige Gang zur Toilette ein. Man hat das Gefühl dringend zu müssen jedoch ist das nicht der Fall. Desweiteren hatte ich dauernd ein ziehen im Unterleib, so ähnlich als würde die Regel einsetzten. Aber auch in dem Punkt geschah nichts. Der Gedanke der Schwangerschaft wurde lauter und wir besorgten einen Test.

Nun was dann geschah veränderte alles. Am 7. Mai machte ich den Test. Voller Aufregung las ich geschlagene 3-mal die Anleitung. Mein Freund wollte im Nachhinein noch mithelfen, aber allein das habe ich letztendlich doch noch allein hinbekommen. Nach 3 Sekunden, schneller als erwartet, war das Ergebnis  da. Ein Schock… Schwanger…

Nun begann das Rechnen hin und her, mal 21 Tage mal 28 Tage, aber irgendwie wurde kein richtiger Schuh daraus. Viel Lesen im Internet brachte mich auch nicht weiter. Dafür aber lauter Fragen.

- In welcher Woche werd ich denn wohl sein?

- 5 Jahre ging alles gut warum ausgerechnet jetzt?

- wie steht’s um meine Arbeit?

- Will ich es oder will ich es nicht?

- usw…

Tag um Tag verging. Jedoch war bislang, Gott sei Dank, keine Rede von Übelkeit, Fressattacken oder Hormon bzw. Gefühlsschwankungen. Mein freund stellte sich schon voll darauf ein und meinte ich solle auf Arbeit nicht mehr so schwer tragen und eben auf mich aufpassen. Irgendwann nervte es schon tierisch. Andererseits ist es ja Süß und für mich eine Bestätigung, dass ich nicht allein da steh.

Doch so einfach ist das nicht. Die Arbeit verlangt einem alles ab. Konnte also, durch die Arbeitszeit, nicht zum Frauenarzt.  Nun hab ich es mir nicht groß anmerken lassen und Hilfsmittel zum Transport von schweren Kartons beschafft und so wie bisher auch weitergearbeitet. Mein Urlaub wurde genehmigt und ich konnte dann endlich zum Frauenarzt. Man muss verstehen, mein Arbeitgeber hat es lieber, wenn man von Montags bis Freitags arbeiten ist und eben Samstags frei macht. Somit ist eine genaue Planung der Termine nicht möglich! Naja wie dem auch sei…

Am 25. Mai, einen Monat nach dem ich die mögliche Schwangerschaft meinem Freund mitteilte, waren wir dann endlich beim Arzt. Es kam mir vor wie Stunden. Am liebsten wollte ich da wieder raus. Ich hatte tierisch Panik vor der Wahrheit. Nach drei Stunden dann endlich der Aufruf meines Namens… was einem dann durch den Kopf geht ist Wahnsinn. Kälte und wärme spürt man auf einmal deutlicher als sonst. Trotz dessen, das man vor dem Besuch nochmal Baden oder Duschen war, hat man das Gefühl auf einmal fürchterlich zu stinken. Mein Herz war bei mir scheinbar durch den gesamten Raum zu hören. Endlich dann kam die Ärztin und nahm mir schon vom Anblick her die Angst. Sie wusste genau wie ich mich fühlte und redete Beruhigend auf mich ein und stellte sich gleichzeitig meinen übervielen Fragen. Dann wurde es Zeit zur Untersuchung…

Sonografie… neue Fremdwörter für mich. Die Ärztin Erklärte mir alles genauestens was sie im nächsten Schritt macht.

Der Ultraschall war im vollen Gange und ich eigentlich recht Entspannt und dann das… ganz deutlich sah man ein kleines heranwachsendes Kind und das auch noch in meinem Bauch. Ich fing zu zittern an konnte mich nicht mehr einkriegen auf einmal war alles zu viel. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, das das Leben soll. Die Ärztin bemerkte es zwar aber versuchte es zu überspielen und wusste genau wie sie mich ein zweites Mal bekommen konnte. Sie machte dann den Herzschlag des Kindes hörbar. Als ich das hörte, hätte ich am liebsten heulen können. Jedoch nicht durch Angst sondern durch Freude. Die Ärztin versicherte mir, dass das Kind dem jetzigen Stand kern Gesund ist und Altersentsprechend gut ausgebildet ist. Danach gab sie mir dann das erste Bild von meinem Kind. Die Untersuchung war nach einer halben Stunde vorbei und ich verließ den Untersuchungsraum. Mein Freund der schon ganz aufgeregt im Wartezimmer wartete, sah schon an meinem Gesicht das ich nun wirklich Schwanger bin und das er stolzer Papa wird. Natürlich wollte er direkt das Foto sehen und konnte dann seine Augen nicht mehr davon lassen.

Zuhause angekommen begann das große lesen. Auf einmal Fragen über Fragen…

Pränatale Diagnostik, Hebamme, Verlauf, Geburt und weitere Themen standen von nun an ganz oben. Je mehr ich las, desto weniger blickte ich durch und verlor total den Überblick. Völlig überfordert kam ich mir vor. Alleingelassen und von meinem Freund kam keine wirkliche Hilfestellung. Klar ist mir bewusst, dass auch er damit überfordert ist. Doch wollte ich doch einfach nur in den Arm genommen werden. Jeglichen Körperkontakt zu ihm musste ich mir suchen. Ein sprechen über meine Angst war nicht möglich zumindest zu diesem Zeitpunkt nicht. Völliges Chaos in mir. Mit oben und unten kam ich nicht klar.

Alles in mir rein fressen war auch nichts. Mein Freund bekam mit, dass mich was bedrückte und sprach das auch bewusst an. Da ich darüber nicht reden wollte, wollte ich dass er mich in Ruhe lässt und drehte mich von ihm ab. Kaum von ihm abgewendet heulte ich los und alles brach heraus. Alles was mich bedrückte lies ich los und schmiss ihm das sozusagen alles mit einem mal an den Kopf. Mein Freund weis, durch unsere Langjährige Beziehung, wie er mich Beruhigen kann. Er selber versicherte mir dass er definitiv an meiner Seite bleibt und wir das gemeinsam schaffen.

Da von meiner Seite nun der Stress zumindest vorerst abgebaut ist, kann ich mich zumindest jetzt ein wenig mehr auf das Kind freuen.

Die Sicht des werdenden Vaters

Angefangen hat es zu meinem Geburtstag wo meine liebste langsam anfing zu rechnen, wann sie Ihre letzten Tage hatte. Man kennt es ja, das man sich das nicht immer 100% merkt wann die Partnerin die letzten Tage hatte. Ich muss sagen, dass da schon etwas flau im Magen war. Wir warteten noch einige Tage ab und entschlossen uns ein Schwangerschaftstest zu machen. Meine Freundin ging auf die Toilette um den Test zu machen. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich sie immer noch um die Ecke kommen mit den Test und ein Gesichtsausdruck der etwas gemischt war. Was heißt nun gemischt? Ich habe diesen Ausdruck genommen, weil dieser Ausdruck nicht ganz definierbar war.

Der Test hat nun Alarm geschlagen, nun kam die Vorfreude und seit diesem Tag laufe ich mit einem Lächeln durch die Gegend.

Wir zwei sind ja viel im Internet unterwegs, daher haben wir auch mal geschaut ob wir etwas über Schwangerschaften finden. So war es auch und eine interessante Seite gefunden, wo beschrieben ist wie und was passiert in jeder einzelnen Woche der Schwangerschaft sowie viele Tipps.

Mittlerweile waren wir zum Frauenarzt um uns den Test bestätigen zu lassen. Beim Frauenarzt musste ich draußen warten. Man glaubt ja nicht wie lang eine Stunde sein kann. Als endlich meine Freundin raus kam mit einem grinsen im Gesicht war mir klar was der Frauenarzt gesagt hat. Ich also raus aus dem Warteraum und zu meiner Freundin. Meine Frage war „UND?“. Das grinsen meiner Freundin sagte aber alles mit dem Satz „schau mal ein Foto habe ich auch schon“

Nun haben wir es Schwarz auf Weis und sind in der 11. Woche. Der voraussichtliche Geburtstermin ist der 17.12.2010. in vier Wochen haben wir wieder ein Termin beim Frauenarzt, dann können wir auch schon sehen was es wird. Unsere beste Freundin hat heute schon knallhart gesagt dass es ein Mädchen wird. Lassen wir uns einfach überraschen.

Laut dem oben genannten Schwangerschaftsverlauf sind in der 11. und 12 Woche die sogenannten Anzeichen einer Schwangerschaft, Wie außergewöhnliches essen und Stimmungsschwankungen usw. am abklingen. Da bin ich froh, dass diese Anzeichen bei meiner Freundin nicht so ausgeprägt waren bzw. sind. Ein Tag gab es wo Sie etwas unzufrieden war. Also nix von Anzeichen. Aber wenn man so die Anzeichen, die auf einigen Infoblättern zu finden sind da wird einem als Mann schon schlecht. Ich bin also froh dass sie nicht da waren.

Meine Freundin hat Ängste, vor dem was noch alles kommt. Da stellt sich mich die Frage als Mann, wie man seine Freundin unterstützen kann. Man steht da etwas aufm Schlauch. Ich persönlich versuche meine Freundin in jeder Hinsicht zu unterstützen, bei Ihr zu sein und auf jeden weg sie zu begleiten. Kann man als Mann noch mehr machen? Eine Frau hat nun einmal  die größte Verantwortung und die meiste Arbeit. 

Nun die Zeit vergeht grad besonders schnell. Ich bin nun Ende des 3. Monats und hab bis jetzt scheinbar noch nicht viel an Veränderungen mitgemacht, auch wenn der Text arg lang erscheint sind es ja doch nur ein paar eindrücke die ich wahrgenommen habe. Ich selber hoffe, dass dieses Chaos zwischen Angst und Freude bald in voller Freude übergeht.

Nächsten Monat werdet ihr die Zusammenfassung des 4. Monats zu lesen bekommen und ich hoffe ihr seit wieder fleißig am mitlesen. Für eventuelles Feedback steht euch auch ein Forenthema auf chatten-gehen.de zur Verfügung.

 

 

Artikelautor: Veronika Jungnitsch und Axel Hannemann